Samstag, 30. Juni 2012

"Ist das Leben nicht wunderbar!" von Louise L. Hay mit Cheryl Richardson


"Ist das Leben nicht wunderbar!" von Louise L. Hay mit Cheryl Richardson

Verlag: Allegria (2012)
Format: TB, 218 Seiten
ISBN: 978-3-7934-2230-3
Preis: 14,90 €
Originaltitel: "You can create an exceptional Life" (2011)

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Inhalt


Ein Buch über die Kraft der positiven Gedanken und wie man diese täglich nutzen kann.


Meine Meinung


Vor kurzem bin ich auf einem der Blogs, die ich lese, auf die Empfehlung dieses Buches gestoßen. Es klang interessant und das schöne Cover hat sich mir eingeprägt. Vor ein paar Tagen lief ich dann im Buchladen geradewegs darauf zu - ein Zeichen! - und ich habe es kurzerhand gekauft.

Louise L. Hay war mir bisher kein Begriff, nach der Lektüre dieses Buches aber um so mehr. Sie ist mittlerweile 85 Jahre alt und eine der führenden Autorinnen im Bereich der Lebenshilfe durch positive Gedanken. "Ist das Leben nicht wunderbar!" ist eine Zusammenarbeit zwischen ihr und der ebenfalls in dem Bereich tätigen Cheryl Richardson. Es ist teils wie ein Interview geschrieben, dann wieder erzählt Richardson aus ihrem eigenen Leben und den Erfahrungen, die sie selbst gemacht hat.

Es ist nur zu wahr, was darin geschrieben steht: dass die Menschen sich pausenlos in negative Gedanken verstricken, an ihre Probleme denken anstatt an die Lösungen und dadurch nur immer noch mehr schief geht. Ich habe mich sofort wiedererkannt. Oft beginne ich den Mittwoch mit den Gedanken "Oh nein, der schlimmste Tag der Woche.". Dann sehe ich in den Spiegel und denke "Bad-Hair-Day. Eindeutig." Auf der Fahrt zur Uni drehen sich meine Gedanken um das schlechte Wetter oder die Sachen, die ich alle erledigen muss und am Ende des Tages fühle ich mich wieder bestätigt: der Mittwoch ist sch***. Aber auch an anderen Tagen kann ein kleines Missgeschick - und sei es auch nur eine rote Ampel - mein Selbstwertgefühl zu nichte machen.

Hay ist der Überzeugung, dass der Mensch in der Lage ist, seinem Leben eine positive Wendung zu geben - nur durch die Kraft der Gedanken. Sie arbeitet mit sogenannten Affirmationen. Das sind Sätze, die man laut oder in Gedanken ausspricht und die entweder einen Zustand betonen oder einen Wunsch äußeren, und das so, als sei das gewünschte bereits eingetreten. Zum Beispiel "Ich liebe meinen Körper und mein Körper liebt mich." oder "Ich habe eine wunderbare Beziehung zu allen Menschen an meinem Arbeitsplatz." Die Affirmationen sollten festen Bestandteil im Alltag haben, man kann sie zum Beispiel auch auf Zettel schreiben und im Haus verteilen. Wer denkt schon daran "Ich liebe dich" zu denken, wenn er in den Spiegel schaut?

Sie empfiehlt, sich seiner negativen Gedanken bewusst zu werden, sie aber nicht zu bekämpfen ("denn nach jedem Kampf bleiben Trümmer zurück, die im Weg liegen"), sondern sie aufzulösen, in dem man stattdessen an Positives denkt. Auch wenn es in dem Moment nicht stimmen sollte, was man denkt, zum Beispiel wenn man gerade Krach mit der Familie hat, soll man den Satz im Präsens äußern. Dadurch würde nach einer Weile das Gewünschte eintreten bzw. das Leben Möglichkeiten zur Problemlösung aufzeigen. Man solle sich von seinem Leben treiben lassen und nicht dagegen ankämpfen.

Hay vertritt die Meinung, dass das Leben immer das für einen bereit hält, was man braucht. Mir hat sich daraufhin die Frage gestellt, was dann mit den Menschen ist, die Not und Hunger leiden müssen, die in Kriegsgebieten leben oder mit einer schweren Krankheit auf die Welt kommen. Ich bin sicher, dass man durch ständige negative Gedanken krank werden kann. Aber warum trifft es dann Babys? Und wenn es mich selbst auf einen "besseren Weg" bringt, wenn eine nahestehende Person stirbt und ich dadurch zu einem Umdenken gezwungen werde - habe ich die Person dann indirekt umgebracht?? Diese und andere Fragen möchte ich auch noch in meinem anderen Blog ansprechen, aber vielleicht hat ja einer von euch auch eine hilfreiche Antwort...

Aber ich denke, dass mehr positives Denken unserer Welt nicht schaden würde. Ich glaube jeder hat schon die Erfahrung gemacht, dass der Tag wunderbar verläuft, wenn man sich darauf freut. Dass der Tag schöner wird, wenn ein fremder Mensch einen anlächelt oder einem ein Kompliment macht. Wenn das Gegenüber im Zug eine positive Aura ausstrahlt. Aber wenn es scheinbar nichts zu freuen gibt, dann kann das mit den Affirmationen ganz schön schwierig werden. Hay's Lebenskonzept erfordert daher eine ganze Menge Übung, doch ich werde es gerne versuchen. Manche Dinge habe ich sogar vorher schon gemacht, zum Beispiel meinem Auto einen Namen zu geben und es freundlich zu begrüßen, ebenso wie mein Bett (das hat keinen Namen, aber ich denke oft "wie schön dass ich so ein bequemes Bett habe" ^^). Eine gute Grundlage also, um weiter an mir zu arbeiten.

Neben dem Inhalt gefallen mir Cover, Format und Seitengestaltung sehr gut. Das Büchlein ist 11,5 auf 17 cm groß und damit der perfekte Begleiter. Das Cover strahlt Harmonie und Zufriedenheit aus und die Seiten sind mit lila Ornamenten und manchmal kleinen Bildern verziehrt. Von Louise gesagtes steht in Anführungszeichen, Affirmationen und Leitsätze sind kursiv gedruckt und somit schnell wiederzufinden. Hinten sind alle Affirmationen unter Überschriften wie "Zur Heilung" oder "Während der Mahlzeiten" aufgelistet. Ich vergebe 5 von 5 Wolken für dieses wunderbare Buch. 

Licht und Liebe für euch, meine Lieben! (:

1 Kommentar:

  1. Endlich mal eine ausführliche und lesenswerte Kritik :-)

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Danke für deinen Kommentar! Schau doch bald wieder rein, dann habe ich geantwortet :)