Freitag, 19. Juli 2013

"Little Bird" von Camilla Way

"Sich das Kind zu schnappen dauerte eine Sekunde. Ein stiller, unbemerkter Augenblick, und es war aus der Welt gerupft. Nicht länger als ein Fingerschnippen oder ein Lidschlag, und es war weg. Als wäre es wie ein Vogel auf und davon."



"Little Bird" von Camilla Way

Verlag: Rowohlt (2010)
Format: TB, 365 Seiten
ISBN: 978-3-499-25287-7
Preis: 9,95 € [D] 
Originaltitel: "Little Bird" (2009)

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Inhalt


Elodie ist erst zwei Jahre als, als sie von einem stummen Einsiedler entführt wird und fortan mit ihm im Wald lebt. Sie ist glücklich dort, doch anstatt Sprache lernt sie, den Gesang der Vögel zu imitieren. Als der Einsiedler Jahre später stirbt, wird der Teenager aus seiner heilen Welt herausgerissen. Sie zieht zu einer Sprachforscherin nach Amerika, die jedoch so versessen auf Elodies Erfolg ist, dass es schließlich zum Streit kommt und Elodie flieht. Sie baut sich in England ein neues Leben auf, doch plötzlich hat es jemand auf ihr Leben abgesehen...

Meine Meinung


Dieses Buch gab es einmal günstig als Mängelexemplar zu kaufen und ich nahm es mit, weil ich mir eine Story im Stil von "Nell" vorstellte. Es ist auch so ähnlich... aber doch wieder ganz anders.

Die Story wird nicht chronologisch erzählt, was aber keine Schwierigkeiten bereitet, da immer zur entsprechenden Stelle hinleitet wird. Die Geschichte ist zudem zweisträngig aufgebaut, legt den Fokus mal auf Franck, mal auf Elodie. Und obwohl ihre Gefühlswelten jeweils eine große Rolle spielen, kam die Story mir etwas oberflächlich vor. Vor allem die der Hauptperson Elodie, obwohl diese ja eigentlich die interessantere der beiden sein sollte. Sie wirkt irgendwie stereotyp und klischeehaft. Dann noch der orientierungslose Junggeselle, die erfolgssüchtige Sprachforscherin und deren schwererziehbarer Sohn, der Callboy und die Prostituierten in ihrer WG... Alles in allem war die Geschichte vorhersehbar und streckenweise richtig langweilig. 

Übrigens empfand ich das Buch nicht als „Psychothriller“, dafür war es mir nicht spannend genug und zu vorhersehbar. Außerdem hinterließ es bei mir eine betrübte Stimmung. Es ist aber insgesamt ganz nett, weshalb ich 3 von 5 Wolken vergebe.

(Bitte entschuldigt die kurze Rezi. Ich habe mir zu lang Zeit gelassen mit dem Schreiben und jetzt kamen auch noch Flug und Orientierung in Sydney dazu... Mir fehlt gerade die Ruhe zu schreiben, aber ich wollte jetzt immerhin mal das loswerden, bevor ich alles vergesse *lach*)

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